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Affiliate-Marketing erklärt

Advertiser, Publisher, Netzwerk: wer was macht, wie aus einem Klick eine Provision wird und worauf es rechtlich ankommt – kompakt und ohne Fachchinesisch.

Das Prinzip

Beim Affiliate-Marketing bezahlt ein Unternehmen nicht für die Anzeige an sich, sondern für ihr Ergebnis: Kauft jemand nach einem Klick auf einen Werbelink, erhält der Betreiber der Website eine Provision. Für den Käufer ändert sich der Preis nicht. Werbung wird so zu einem Geschäft, bei dem beide Seiten nur dann etwas bekommen, wenn sie einander wirklich nützen.

Die drei Rollen

Advertiser
Das werbende Unternehmen, meist ein Online-Shop. Es legt in seinem Partnerprogramm fest, was es zahlt, wie lange ein Klick zählt und welche Werbemittel es bereitstellt.
Publisher
Wer die Werbung veröffentlicht – auf Websites, in Newslettern, Vergleichen oder Ratgebern. Web-Concept24 ist ein System für Publisher.
Netzwerk
Die Plattform dazwischen, zum Beispiel ADCELL: Sie vermittelt Programme, stellt das Tracking bereit, prüft Provisionen und zahlt sie aus.

Vom Klick zur Provision

  1. Ein Besucher liest eine Themen-Seite und klickt auf einen gekennzeichneten Werbelink.
  2. Der Link führt über den Tracking-Server des Netzwerks; der Publisher kann eine eigene Sub-ID mitgeben, etwa eine Klick-Nummer.
  3. Das Netzwerk leitet zum Shop weiter und merkt sich für die Cookie-Laufzeit, woher der Besucher kam.
  4. Kauft der Besucher, meldet der Shop die Bestellung. Das Netzwerk verbucht eine zunächst offene Provision.
  5. Nach Ablauf der Rückgabefrist wird die Provision bestätigt oder – bei Rücksendung – storniert und anschließend ausgezahlt.

Vergütungsmodelle

Am häufigsten ist CPO bzw. CPS: ein Prozentsatz vom Warenkorb, etwa 5 bis 10 Prozent. Bei CPL zahlt der Advertiser für einen Kontakt, zum Beispiel eine Registrierung. CPC, also Geld je Klick, ist im Affiliate-Marketing selten. Um Programme mit unterschiedlichen Modellen zu vergleichen, rechnen Publisher mit dem EPC, dem Verdienst je Klick.

Werbemittel

  • Produktdaten-Feeds liefern das Sortiment mit Preisen und Bildern – daraus entstehen Angebotsseiten.
  • Gutscheine sind Rabattcodes oder Aktionen mit Laufzeit; sie dürfen nur genutzt werden, wenn das Programm Gutscheinmarketing erlaubt.
  • Banner gibt es in festen Formaten wie 728 × 90 oder 300 × 250 Pixel.
  • Textlinks fügen sich als Satz in den Inhalt ein und laden keine Grafik.
  • Deeplinks führen direkt auf eine bestimmte Seite des Shops statt auf die Startseite.

Was rechtlich gilt

Werbelinks müssen als Werbung erkennbar sein (§ 5a UWG, § 22 Medienstaatsvertrag) – am besten direkt am Link, etwa mit „Anzeige“. Preise brauchen einen Stand, weil sich Shoppreise ändern; verbindlich ist der Shop. Setzt eine Website Cookies oder bindet Tracker ein, braucht sie dafür meist eine Einwilligung (§ 25 TDDDG) – wer darauf verzichtet, braucht auch kein Cookie-Banner. Und jede geschäftsmäßige Website braucht ein Impressum (§ 5 DDG) und eine Datenschutzerklärung.

Was ein Publisher-System übernimmt

Von Hand ist Affiliate-Marketing viel Kleinarbeit: Programme durchsehen, Werbemittel einbauen, abgelaufene Gutscheine entfernen, Links prüfen, Provisionen zuordnen. Ein Publisher-System wie Web-Concept24 erledigt das automatisch: Es gleicht Programme und Werbemittel über die Schnittstelle des Netzwerks ab, ordnet sie Themen zu, baut daraus Websites und ordnet Provisionen über die Sub-ID wieder der Website zu, auf der sie entstanden sind. Ein Programm kann dabei auf beliebig vielen passenden Websites laufen.

So arbeitet Web-Concept24